Kaspressknödelsuppn, Offenbarungserfahrung, Incentives: Ausflug unserer Bergsportabteilung zur Buchsteinhütte am 28.12.2017

 

Winterlaufserie München 2017/2018 am 07.01.2018 über 15 Kilometer. Ein Stenogramm.         

 

 

Letzte Änderung:  08.01.2018

 

 

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27. Ismaninger Winterlaufserie InTeam Läufer-Cup 2017/2018 am 10.12.2017  

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In Zeiten, in denen man schon mal auf dem Handy aus Samoa angerufen wird (Stichwort Ping-Call), unsere Bitcoinfreunde sich vor Geldgier nicht mehr einkriegen und unser Land immer mehr seine Identität verliert, kann es bestimmt nicht schaden, einfach mal – retour à la nature – ein paar Kilometer die Gestade der Isar rauf und runter zu laufen. Gelegenheit dazu bot der Auftakt der 27. Ismaninger Winterlaufserie InTeam Läufer-Cup 2017/2018, bei dem am 10.12.2017 13 Kilometer zu absolvieren waren. Sechs unserer Aktiven waren vor Ort und kehrten mit tollen Resultaten und entsprechend wohlgelaunt wieder nach Hause.

Condottiere Thomas Deuringer verblüffte seine Fans mit einer Endzeit von 49.17 Minuten, was einem Kilometerschnitt von galaktischen 3.47 Minuten entspricht. Nach einigen Imponderabilien in den vergangenen Monaten hat er (fast) seine Bestform wieder erreicht. Wie stark das Teilnehmerfeld war, belegt das Faktum, dass Thomas unter 767 Klassierten den 30. Platz belegte, während in seiner Altersklasse M35 der neunte Rang für ihn notiert wurde. Wir ziehen auf jeden Fall den Hut – so kann´s weitergehen.  

Ebenfalls mehr als zufrieden mit seinem Auftritt war Heinz Eckstein. In einer Stellungnahme schreibt er von einem „sensationellen“ Wetter, einem „sonnigen Morgen“, einer „wie immer prima organisierten“ Veranstaltung und einem „harten und trockenem Boden“ und dem damit verbundenen guten Grip, was in Ismaning keine Selbstverständlichkeit ist. Sein Vorhaben, das Race in einem Kilometerschnitt von ungefähr 5.00 Minuten zu bestreiten, konnte er bei einer Zeit von 1.06.30 Stunden und einem Schnitt von 5.07 Minuten pro Kilometer realisieren. Heinz sieht den kommenden Herausforderungen mit „Spannung, Freude und Zuversicht entgegen“ – Tamara Weichselbaumer, Psychologiestudentin im ersten Semester, würde hier von psychischer Hygiene sprechen, womit sie nicht ganz falsch liegt. Insbesondere Heinz ist zu wünschen, dass er mal eine komplett verletzungsfreie Saison erlebt, um sein Potential zur Gänze ausschöpfen zu können.       

Altmeister Hermann Würth konzedierte bereits im Vorfeld der Veranstaltung, dass ihm momentan die – ihm sonst eigene – Manpower fehlen würde. Das Rennen betrachtete er als Training im Wettkampfmodus und brachte dieses nach 1.11.03 Stunden zu einem guten Ende. Ein wenig Anstrengung war dann aber doch vonnöten - die Hierarchie möchte schließlich gewahrt sein -, war Franz Haunz (1.12.44 Stunden) doch gar nicht so weit hinter ihm. In einem morgendlichen Pressegespräch im Vorortzug brachte Franz seine Erleichterung über die gelungene Darbietung zum Ausdruck, weist sein heuriges Palmarès lediglich zwei schnöde Wettkampfeinsätze auf, wobei sein letzter Auftritt am 02.04.2017 beim 8. Ebersberger Seelauf eher einer Non-performance glich. Mit Franz ist auf jeden Fall wieder schwer zu rechnen.

Ganz besonders wollen wir unsere beiden Damen loben. Heidi Möbius erschien bereits einen Tag nach ihrem Husarenritt wieder beim Training und war sichtlich zufrieden über ihre Endzeit von 1.22.21 Stunden. Seit dem vergangenen August trainiert unsere Athletin wieder regelmäßig, was sich natürlich positiv auf ihre Fitness auswirkt. Sie legte im Übrigen Wert auf die Feststellung, dass ihr auch auf den letzten Kilometern nicht der Schnauf ausging. Noch etwas schneller war Beate Grob unterwegs, für die eine Zeit von 1.20.13 Stunden gemeldet wurde. Der Lauftreff ist stolz auf seine beiden Amazonen und hofft auf weitere Erfolge im nächsten Jahr.

Ein nicht geringer Teil unserer Männertruppe war aus den unterschiedlichsten Gründen (Dienstreise nach NYC, Formbaisse, Biathlon in Hochfilzen, Agoraphobie, Knieprobleme, innere Blockaden) verhindert, hat aber für das neue Jahr die besten Vorsätze und ist hoffentlich beim zweiten Teil der Laufserie am 14.01.2018 über 17 Kilometer wieder dabei.                      

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Neues aus der Heimseitenredaktion

 

Apfelernte von Lauftreff und Kolpingsfamilie am 22.09.2017  

"Arbeiter der Welt, vereinigt euch!"

Die Arbeitsbrigade der Kolpingsfamilie und des Lauftreffs beim Gruppenfoto. Sultan Shiffa drückte auf den Auslöser.   

 

Der Dichter Rainer Maria Rilke - seine weltberühmten Duineser Elegien habe ich trotz allen Bemühens nie wirklich kapiert, kann diese aber gerne bei Interesse ausleihen -  schrieb in einem Brief an seine Ehefrau, die Lebensmaxime seines zeitweiligen Freundes Auguste Rodins - eine andere Geistesgröße von Rang - wäre nach dessen Worten "Il faut travailler, rien que travailler" gewesen, frei übersetzt: Ma musch arbeite, nix ois arbeite. Diesem Credo folgend trafen sich etliche unserer Athleten am 22.09.2017, um der Kolpingsfamilie bei der diesjährigen Apfelernte zu helfen. Während Carsten Phlipsen, Sultan Shiffa und Ludwig Weichselbaumer - persona non grata - eher unauffällig vor sich hinwerkelten, gerierte Peter Rabus sich als Vorarbeiter und William E. Lord unterhielt die Vereinigte Arbeiterschaft mit lustigen Geschichten aus seinem Leben. Hermann Würth schließlich ging monologisierend der Frage nach, warum in einem Jahr mehr und in einem anderen Jahr weniger Äpfel zu ernten sind. Christian Loher hingegen kraxelte bis zu den entferntesten Baumwipfeln hoch und schüttelte wie ein Berserker das Geäst, was die anschließende Ernte doch deutlich erleichterte. Nach gut zwei Stunden war das Tagwerk vollbracht, einige Kleptomanen nahmen noch ein paar Äpfel für den häuslichen Verzehr nach Hause und eine zufällig vorbeikommende Lehrerin wurde auch noch zwengs Unterrichtsmaterialien mit einer Ladung unserer Ernte bedacht. Allen Helferleins sei aufrichtig gedankt. Nächstes Jahr samma wieder dabei. Die Distribution des Apfelsaftes liegt in den Händen von Peter Rabus, der für Rückfragen zur Verfügung steht.   

 

 

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Winterlaufserie München 2017/2018

 

11.02.2017 | 20 Kilometer

 

www.laufwinter.de

     

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27. Ismaninger Winterlaufserie InTeam Läufer-Cup 2017/2018

 

14.01.2017  | 17 Kilometer

 

21.04.2017 | 21,4 Kilometer

 

www.winterlaufserie.net

 

 

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Winterlaufserie München 2017/2018 am 07.01.2018 über 15 Kilometer. Ein Stenogramm 

 

 

Neues Jahr. Neues Leben. Aufbruch in ein neues Äon. Traktandum: Winterlaufserie München 2017/2018. Ziel: Sub 1 ½ Stunden über 15 Kilometer. Klare Zielsetzung als Grundlage für Struktur und Stilsicherheit. 08.36 Uhr Bahnhof Markt Schwaben. Lektüre im Zug: Paris. Eine Liebe von Urs Faes.* 09.30 Uhr Bahnhof Olympiazentrum. Nebel. Bonjour Tristesse. Startgebühr: 24,00 Euro. Alle Teilnehmer erhalten eine Kaffeetasse. Eine Tasse als Symbol für den Re-Start. Ich werde sie in Ehren halten. 11.00 Uhr Start. Denkmal für die Opfer des Olympiaattentats. Zwischenzeit nach fünf Kilometer: 29.31 Minuten. Es ist immer gut, seine Ziele zu erreichen. Bei Kilometer 5 werde ich überrundet. Der Sportfreund läuft die ersten 10 Kilometer in einer 30er Zeit. Wo das Radstadion war, ist jetzt nur noch eine Brache. Helene Fischer konzertiert im Jahre 2018 fünf Mal in der Olympiahalle und einmal im Olympiastadion. Zwischenzeit nach 10 Kilometern: 59.59 Minuten. Könnt´ knapp werden. Wer kämpft, gewinnt. Die BMW Welt als beliebteste Sehenswürdigkeit in Bayern. Das Land der Autofetischisten. Bei Kilometer 11 erstmals über dem Limit. Schwere Beine. Ich denke an Thomas Deuringer, der neulich Gegenwind und unebenes Terrain als retardierende Faktoren im Olympiagelände erwähnte. Warum bin ich nicht einmal mehr als 10 Kilometer im Training gelaufen? Warum war ich am Tag vorher im Lauftrefftraining? Ich kann den Schnitt nicht mehr halten. Ismaning mit seinen 17 Kilometern kann mir gestohlen bleiben. Ich erkenne keine Zeiten, Ranglisten und Hierarchien mehr an. Rolf Peter Sieferle meinte hierzu: „Erst ein konsequenter Nihilismus öffnet das Tableau einer neuen Ordnung, die sich hinter den Grausamkeiten und Lächerlichkeiten der normativ besetzten Welt auftut“.** Recht hat er. „Schlussspurt“. Endzeit: 1.31.31 Stunden. Konsternation. Pullover, Auslaufen. Reflektieren über das Ergebnis. Normative Macht des Faktischen? Ein warmes Isogetränk tut gut. Für Ismaning hätte ich eigentlich Zeit. Der Sieger der Veranstaltung möchte sich für die Leichtathletikeuropameisterschaften in diesem Jahr in Berlin qualifizieren. Ein Käffchen beim U-Bahn-Kiosk. Sultan Shiffa meinte neulich, der äthiopische Kaffee wäre der Allerbeste. Mir egal. Wieder Lektüre Paris. Eine Liebe. Endlich wieder zuhause. Die Liebe des Lebens stellt fest, dass diese Kaffeetasse keinen Platz in ihrer Küche hätte. Dusche. Wärme. Paris. Eine Liebe bis zur letzten Zeile gelesen. Unerwartetes Ende. Ismaning, ich komme…

* http://www.suhrkamp.de/buecher/paris_eine_liebe-urs_faes_19366.html. Die Reihe der Insel-Bücherei ist (sogar inklusive Lesezeichen) Ausdruck vollkommener Ästhetik.   

** Sieferle, Rolf Peter: Finis Germania, Schnellroda 2017, 3. Auflage S. 88.      

Beide schmalen Bändchen können bei Bedarf bei mir entliehen werden.     

 

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Ausflug unserer Bergsportabteilung zur Buchsteinhütte am 28.12.2017

 

 

Neulich bei der Schwarzentenn-Alm: Petra und Ludwig Weichselbaumer sowie Andrea Feuerlein (von links). Lavinia Feuerlein hatte keine Lust auf Foto.  

 

Ein Teil unserer Bergsportabteilung traf sich am 28.12.2017 des Morgens, um bei einer Winterwanderung südlich des Tegernsees ein wenig Frischluft zu tanken, die müden Glieder zu bewegen und etwas die Seele baumeln zu lassen. Nach zwei (!) Stunden Fahrzeit war das Ziel, der Parkplatz Klamm-Winterstube zwischen Kreuth und dem Achenpass erreicht. Von dort ging es dann bei Sonnenschein und gaaanz viel Schnee etwa 1 ½ Stunden zur urchigen Buchsteinhütte (www.buchsteinhuette-schwarz.de). Dort wartete dann ein mir gänzlich unbekanntes Gericht auf mich – eine Kaspressknödelsuppn. Diese mundete gar köstlich: https://www.ichkoche.at/kaspressknoedelsuppe-rezept-8582.  Reloaded machte sich unser Trio wieder auf den Rückweg, um en passant noch ein Käffchen in der (fast) auf dem Weg liegenden Schwarzentenn-Alm zu genießen. Dieses Vorhaben musste jedoch wegen völliger Überfüllung derselbigen abgebrochen werden. Der Nachmittag endete schließlich in der Schwaiger Alm nahe Wildbad Kreuth, weniger eine Hütte als eine größere Wirtschaft, welche in einem Tal namens Langenau liegt. Von dort aus können Sehnsuchtsorte wie die Bayralm, die Erzherzog-Johann-Klause oder das Forsthaus Valepp erreicht werden, wobei die erstere eher selektive Öffnungszeiten hat und die beiden letztgenannten Domizile mit doch größeren Problemen zu kämpfen haben https://www.tz.de/outdoor/forsthaus-valepp-erzherzog-johann-klause-ende-kult-huetten-6984243.html. Meinereiner hatte in der Bayralm mal eine Offenbarungserfahrung, als er dort kurz vor Sonnenuntergang bei einer Kasplattn ganz allein auf einem Bänkle saß und aus dem umliegenden Hochwald das laute Röhren der brunftigen Hirsche hörte – so unheimlich wie faszinierend (https://www.youtube.com/watch?v=hW_YqatgT24). Aber auch in der besagten Schwaiger Alm kann man es sich wohl ergehen lassen. Der illiterate Schreiber dieser Zeilen wusste bloß nicht, was gemeint ist, wenn im Hausprospekt steht, die Alm „ist nicht nur für kleine Tagungen perfekt, sondern die optimale Location für den Abschluß (sic!) Ihres Incentives“. Dös vaschtane ned, wos moinan de?

 

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Veranstaltungstipps

 

 

17. Dreikönigs-Lauf in Vaterstetten am 06.01.2017

 

Winterlaufserie München 2017/2018 am 07.01.2017   

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Kolpingsfamilie Markt Schwaben e.V.  

 

 

Es ist übrigens für die Läufer/innen des Lauftreffs Kolping Markt Schwaben nicht verboten, Mitglied bei der Kolpingsfamilie Markt Schwaben e.V. zu werden. Während der Lauftreff jegliches Finanzgebaren ableht und selbstverständlich keine Mitgliedsgebühr - dies würde auch unserer antikapitalistischen und anarchischen Grundausrichtung widersprechen - erhebt, beläuft sich der Jahresbeitrag (!) bei der Kolpingsfamilie auf lediglich 35,00 Euro, was ungefähr zwei Wiener Schnitzel im Oberbräu entspricht. Mitgliedsanträge gibt es bei Peter Rabus oder zum Obiloadn unter      

 

www.kolping-markt-schwaben.de

 

 

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Unsere Wettkampfgruppe auf großer Tour

Mia san die lustigen Holzhackerbuam: Michi Rattenberger fehlt leider auf dem Photo, weil er auf den Auslöser drücken musste.

Ein Riesenauflauf am Sportzentrum, die Radlfahrer auf dem Radweg nach Anzing kommen nicht mehr durch, die Aborigines aus Lindach schauen neugierig aus dem Fenster und dem Bartender, der auf der Wittelsbacher Höhe (siehe Photo) eigentlich nur einen kleinen Apéro servieren wollte, gehen die Drinks aus - jo, dann ist wieder die Wettkampfgruppe des Lauftreffs Kolping Markt Schwaben unterwegs. Am 20.05.2014 trabten gleich sechzehn (!) Leut´ durch die Gegend und hatten sichtlich ihre Gaudi. Der Schreiberling bedankt sich bei allen Buddies für das große Interesse.

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In memoriam

Ehrenmitglied Balu Feuerlein (1999 - 2011)

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